Von April 2019 bis Oktober 2024 wurde der Eichstätter Dom umfassend saniert. Nähere Informationen.
Sanierung des Eichstätter Doms: Millionen eingespart – Bistum erhält Gelder zurück
Eichstätt. (pde) – Nach dem Abschluss der Generalsanierung des Eichstätter Doms zieht das Bistum eine positive Bilanz: Das Großprojekt konnte nicht nur trotz Verzögerungen und der Corona-Pandemie erfolgreich umgesetzt werden, sondern blieb unter den ursprünglich veranschlagten Kosten. „Das ist sensationell. Wir haben wirtschaftlich gehandelt und erhalten nun sogar rund 270.000 Euro zurück“, betont Domkapitular Reinhard Kürzinger, Summus Custos („oberster Hüter“) des Doms.
Ursprünglich war die Sanierung mit rund 17,9 Millionen Euro veranschlagt. Die nun vorliegende Abrechnung beläuft sich jedoch auf etwa 15 Millionen Euro – eine Einsparung von rund drei Millionen Euro. Auch der staatliche Anteil fiel entsprechend geringer aus: Der Freistaat Bayern trug rund 9,7 Millionen Euro, während der kirchliche Anteil bei etwa 5,3 Millionen Euro liegt.
Die Rückzahlung in Höhe von rund 270.000 Euro ergibt sich aus der abschließenden Abrechnung der kirchlichen Eigenmittel: Zu Beginn der Maßnahme waren die Kostenanteile zwischen Staat und Kirche auf Grundlage von Schätzungen festgelegt worden. Den damals berechneten kirchlichen Anteil hatte das Bistum in mehreren Raten vorfinanziert. Da die tatsächlichen Kosten nun niedriger ausgefallen sind als ursprünglich angesetzt, erhält die Diözese den zu viel gezahlten Betrag zurück.
Dass wir am Ende sogar Geld zurückbekommen, war so nicht absehbar. Gerade angesichts der schwierigen Rahmenbedingungen ist das ein außergewöhnliches Ergebnis.
Reinhard Kürzinger
Ein wesentlicher Grund für die Einsparungen liegt in der effizienten Organisation vieler Maßnahmen in Eigenregie. Diese umfassten unter anderem die Reinigung der Orgel, die Renovierung der Sakristei, die Schaffung eines barrierefreien Zugangs sowie die Installation moderner Lüftungsanlagen. Auch eine neue Löschanlage wurde eingebaut – als Konsequenz aus dem Brand der Kathedrale Notre-Dame in Paris. Die Neugestaltung des Altarraums konnte vollständig durch private Spenden finanziert werden, unter anderem durch Beiträge von Domkapitularen, dem damaligen Bischof sowie durch Erlöse eines Pfarrfestes der Dompfarrei. Die Dompfarrkirchenstiftung hat zusätzlich noch 20.000 Euro beigesteuert.
Neben der wirtschaftlichen Bilanz überzeugt vor allem das Ergebnis der Bauarbeiten. „Viele Menschen bestätigen uns: Der Dom ist schön geworden – so hell, so warm“, sagt Kürzinger. „Das zeigt, dass sich der Einsatz auf allen Ebenen gelohnt hat.“
Doch auch nach der erfolgreichen Generalsanierung bleibt die Pflege des Doms eine Daueraufgabe. Aktuell werden etwa Motoren in den Glockenstuben ausgetauscht, die noch aus den 1950er Jahren stammen und nicht Teil der Sanierung waren. Auch die Turmuhr, die seit Wochen stillsteht, soll bis Ostern wieder in Betrieb gehen. „Bei einem so bedeutenden Baudenkmal hört die Arbeit nie auf“, erklärt Kürzinger. Umso wichtiger sei das Engagement der Fachleute vor Ort: Mitarbeitende des Diözesanbauamts sowie Kirchenmaler sorgen laufend für den Erhalt des Doms







