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31.12.2025

Jahresschluss: Dankbarkeit und hoffnungsvoller Ausblick

Diözesanadministrator Alfred Rottler predigt im Eichstätter Dom

Diözesanadministrator Alfred Rottler predigt beim Jahresabschlussgottesdienst im Eichstätter Dom.

Eichstätt. (pde) – Mit einem Rückblick auf ein bewegtes Jahr und einem hoffnungsvollen Ausblick auf die kommenden Aufgaben hat Diözesanadministrator Alfred Rottler am Mittwoch, 31. Dezember, den Wortgottesdienst zum Jahresschluss mit Gläubigen im Eichstätter Dom gefeiert. Das zu Ende gehende Jahr sei ein besonderes gewesen: „Das Jahr 2025 ist uns geschenkt – und geschenkte Zeit ruft nach Dankbarkeit“, betonte Rottler mit Blick auf das Heilige Jahr, das unter dem Leitwort „Pilger der Hoffnung“ stand.

Rottler erinnerte an prägende kirchliche Ereignisse des Jahres, darunter den Tod von Papst Franziskus und die Wahl seines Nachfolgers Leo XIV. Das Heilige Jahr sei für Franziskus persönlich „das Jahr der Vollendung geworden“. Zugleich würdigte der Diözesanadministrator den im Juni auf eigenen Wunsch zurückgetretenen Eichstätter Bischof Gregor Maria Hanke für dessen langjährigen Dienst: „Ihr seid nun Willibald – bringt das Werk des heiligen Willibald weiter und seid nun wie er Zeugen des Glaubens“, zitierte er dessen Vermächtnis.

Mit Blick auf sein Amt als Diözesanadministrator machte Rottler deutlich: 

Ich sehe diese Aufgabe vor allem als Dienst am Bistum und an den Menschen.“ 

Zugleich betonte er, dass Leitung nur im Miteinander gelingen könne, und dankte haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden sowie den vielen Unterstützerinnen und Unterstützern im Gebet.

Angesichts weltweiter Krisen, politischer Unsicherheiten und tiefgreifender Veränderungen in Kirche und Gesellschaft sprach Rottler von einer „bewegten Zeit“. Dennoch warnte er davor, den Mut zu verlieren: 

Es hilft nicht weiter, zu jammern und zu klagen, weil die Zeit schwierig ist und wir verschiedene Rückgänge zu verkraften haben.“ 

Man müsse die Situation ernst nehmen, dürfe sich aber nicht von der aktuellen Lage runterziehen lassen. „Wir sind ja nicht die Herren der Kirche.“ Vielmehr gelte es, zu vertrauen: „Der Herr der Kirche ist ein anderer: Es ist Jesu Christi Kirche, und wir dürfen vertrauen, dass der Herr auch heute mit seiner Kirche geht und ihr hilft, die gegenwärtige Krise zu bestehen, freilich nicht ohne uns.“

Besondere Hoffnung setzt der Diözesanadministrator auf kleine, oft unscheinbare Aufbrüche vor Ort. „Es kommt auf die an, die sich rufen lassen und mitmachen“, sagte Rottler und verwies auf Ministrantenaufnahmen, Familienkreise, Kinderkirchen oder neue Initiativen in den Pfarreien. Diese Zeichen gelte es wahrzunehmen und zu fördern. Mit Blick auf die Pfarrgemeinderatswahlen 2026 rief Rottler zur aktiven Mitgestaltung auf: „Jetzt ist die Zeit“, betonte er und unterstrich, dass das Engagement im Pfarrgemeinderat „ein konkreter Ausdruck ist, die Berufung aus Taufe und Firmung zu leben“. Der Pfarrgemeinderat sei zudem ein synodales Gremium. Er ermunterte die Gläubigen, sich für diesen Dienst zur Verfügung zu stellen.

Zum Abschluss stellte Rottler das Vertrauen in Gottes Wirken über alle Zeiten hinweg in den Mittelpunkt und zitierte das Buch Kohelet aus der Bibel: „Gott hat alles zu seiner Zeit auf vollkommene Weise getan.“ Anders formuliert könnte man sagen: „Alle Zeit liegt in Gottes Händen – jede Zeit ist Gottes Zeit, auch die unsere.“ Auch wenn man den Eindruck habe, dass vieles drunter und drüber gehe, dass die Welt aus den Angeln gehoben werde, „so dürfen wir dennoch der Überzeugung sein, dass Gott auch unsere Zeit in seinen Händen hält, dass er führt und leitet, oft auf geheimnisvolle Weise. Ihm übergeben wir die Zeit des Jahres 2025 und auch die Zeit von 2026.“

Domsanierung

Von April 2019 bis Oktober 2024 wurde der Eichstätter Dom umfassend saniert. Nähere Informationen.