Ein zentrales Motiv der Weihnachtsbotschaft sei nach den Worten des Diözesanadministrators die tiefe Solidarität Gottes mit den Menschen. „An Weihnachten zeigt sich Gottes tiefe Solidarität mit Mensch und Welt – eine Solidarität vor allem mit den Armen und Schwachen.“ Jesus werde selbst in armseligen Verhältnissen geboren und stelle sich später bewusst an die Seite der Kranken, Ausgegrenzten und Benachteiligten. „Das ist aus christlicher Sicht die tiefe Botschaft an Weihnachten: Gott ist ganz mit den Menschen solidarisch.“
Vor diesem Hintergrund mahnte er, Weihnachten nicht auf Konsum und Geschenke zu reduzieren. Mit Papst Franziskus erinnerte er daran, dass es an Weihnachten zuerst um den Blick für die Armen und Schwachen gehen müsse. Die Weihnachtsbotschaft appelliere an den Geist der christlichen Nächstenliebe: solidarisch zu sein mit Menschen, die in Not geraten sind, die geflüchtet sind oder in struktureller Armut leben. Angesichts einer wachsenden sozialen Ungleichheit seien Christinnen und Christen besonders gefordert, sich auf die Seite der Benachteiligten zu stellen. Als konkretes Beispiel nannte Rottler die Arbeit der Caritas, insbesondere die Allgemeine Sozialberatung, die allen Hilfesuchenden offenstehe. „Wenn wir aufmerksam sind, werden wir auch in unserer Nähe oder in unserem Bekanntenkreis Menschen finden, die Unterstützung brauchen – die Not kommt oft leise daher“, sagte er.
Zum Abschluss seiner Predigt näherte sich Rottler dem Weihnachtsgeheimnis aus theologischer Perspektive und zitierte den Theologen Karl Rahner: „Gott hat sein letztes, sein tiefstes, sein schönstes Wort im fleischgewordenen Wort in die Welt hinein gesagt. Und dieses Wort heißt: Ich liebe dich, du Welt und du Mensch.“









