Von April 2019 bis Oktober 2024 wurde der Eichstätter Dom umfassend saniert. Nähere Informationen.
Feier vom Leiden, Sterben und der Auferstehung Jesu Christi im Eichstätter Dom
Eichstätt. (pde) – Mit dem österlichen Triduum erreicht das Kirchenjahr seinen Höhepunkt. Von Gründonnerstag, 2. April, bis Ostersonntag, 5. April, feiert die Kirche das Leiden, Sterben und die Auferstehung Jesu Christi in eindrucksvollen Liturgien. Der Begriff „Triduum“ stammt aus dem Lateinischen und bezeichnet die „drei österlichen Tage“, an denen die Kirche dieses zentrale Geheimnis des Glaubens besonders intensiv begeht.
Das Triduum – die „drei österlichen Tage“ – bildet dabei liturgisch eine Einheit. Es beginnt mit der Messe vom Letzten Abendmahl am Gründonnerstag und findet seinen Höhepunkt und Abschluss in der Feier der Auferstehung Jesu Christi in der Osternacht. Trotz der zeitlichen Abfolge handelt es sich dabei im Grunde genommen um einen einzigen, zusammenhängenden Gottesdienst, der sich über drei Tage erstreckt. Sichtbar wird diese innere Verbindung unter anderem daran, dass die Feiern ohne den sonst üblichen abschließenden Segen enden und jeweils in die nächste Liturgie übergehen. Der festliche Gottesdienst am Ostersonntag sowie die Vesper schließen sich an die Feier der Osternacht an.
Am Gründonnerstag (2. April) zelebriert Diözesanadministrator Alfred Rottler die Messe vom Letzten Abendmahl um 19 Uhr im Eichstätter Dom. Dabei vollzieht er die traditionelle Fußwaschung an Mitgliedern von Pfarrgemeinderäten aus dem gesamten Bistum Eichstätt. Dieser Ritus erinnert an Jesus, der beim Letzten Abendmahl seinen Jüngern die Füße gewaschen hat, und steht als Zeichen für dienende Liebe, Demut und die Bereitschaft, einander zu dienen. Die musikalische Gestaltung übernimmt der Eichstätter Domchor mit Werken unter anderem von Giovanni Pierluigi da Palestrina („Missa Lauda Sion“), Camille Saint-Saëns („Ave verum“) und Ola Gjeilo („Ubi caritas“). An der Orgel spielt Domorganist Martin Bernreuther, die Leitung hat Domkantorin Deborah Faul.
Am Karfreitag (3. April) beginnt um 15 Uhr im Dom die Feier vom Leiden und Sterben Christi. Der Eichstätter Domchor gestaltet die Liturgie mit der „Johannes-Passion“ von Wolfram Menschick sowie weiteren Werken, darunter Gregorio Allegri „Miserere“ und Kompositionen von Charles Mawby und Pablo Casals. Die musikalische Leitung liegt bei Domkapellmeister Manfred Faig.
Die Feier der Osternacht am Karsamstag (4. April) beginnt im Eichstätter Dom um 21 Uhr. Der Eichstätter Domchor singt unter anderem Psalmvertonungen zur Osternacht sowie die „Missa ecce quam bonus“ von Hans Leo Hassler, die Leitung hat Domkantorin Deborah Faul. Domorganist Martin Bernreuther spielt unter anderem die „Festival Fanfare“ von Christopher Tambling.
Am Ostersonntag (5. April) wird um 10 Uhr im Dom ein festlicher Gottesdienst zur Feier der Auferstehung des Herrn begangen. Der Eichstätter Domchor gestaltet die Liturgie mit der „Missa octo vocum“ von Hans Leo Hassler sowie weiteren österlichen Gesängen. Die Orgel spielt Domorganist Martin Bernreuther, die Leitung hat Domkapellmeister Manfred Faig.
In den Pfarreien der Diözese Eichstätt werden die Gottesdienste zu unterschiedlichen Zeiten gefeiert. Eine Übersicht gibt es im Internet auf der Seite www.bistum-eichstaett.de/feiern/gottesdienste. Dort ist es möglich mit Hilfe von Filtern eine zeitliche und örtlliche Auswahl der Gottesdienste vor Ort zu treffen.
Gottesdienstordnung für Ostern im Collegium Orientale in Eichstätt
Das Collegium Orientale feiert die Karwoche und Ostern im byzantinischen Ritus in der Heilig-Geist-Kapelle, Leonrodplatz 3. Am Gründonnerstag (2. April) beginnt um 16 Uhr eine Vesper mit Basilius-Liturgie, einer festlichen Feier nach byzantinischem Ritus. An Karfreitag wird bereits um 8 Uhr der Orthros gefeiert, ein feierlicher Morgengottesdienst im byzantinischen Ritus. Um 16 Uhr folgt die Vesper mit Feier der Grablegung des Herrn, anschließend um 18.30 Uhr die Komplet mit dem „Weinen der Gottesmutter“. Der Karsamstag beginnt im Collegium Orientale um 8 Uhr mit der Orthros sowie um 14 Uhr mit einer Vesper mit Basilius-Liturgie.
Die Osternachtfeier startet das Collegium Orientale um 21 Uhr mit dem Messonyktikon (Nachtgebet) am Heiligen Grab in der Heilig-Kreuz-Kirche (ehemalige Kapuzinerkirche), gefolgt von Lichtritus, Prozession und der anschließenden Osterliturgie im Collegium. Die Vesper wird am Ostersonntag um 17 Uhr in der Heilig-Kreuz-Kirche gefeiert.
„Jesu Liebe ist stärker als aller Hass“: Liturgiewissenschaftler Marco Benini erklärt die Kar- und Ostertage







