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26.03.2026

Chrisammesse mit Weihe der heiligen Öle

Zwei Personen im Eichstätter Dom

Übergabe des Öls durch die leitende Komturdame der Komturei St. Willibald Eichstätt des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem, Gertraud Ehrlich, an den Geistlichen Begleiter (Prior) der Gemeinschaft, Domkapitular Reinhard Kürzinger.

Eichstätt. (pde) – Das Bistum feiert am Montag der Karwoche, dem 30. März, um 17.30 Uhr im Dom in Eichstätt die Chrisammesse. Der Regensburger Weihbischof Dr. Josef Graf wird der Liturgie vorstehen, zu der zahlreiche Priester und Diakone aus dem gesamten Gebiet der Diözese erwartet werden. Sie treffen sich am Tag der Weihe der heiligen Öle traditionell zu einem gemeinsamen Tag des Presbyteriums mit Vorträgen, Austausch und Gebet. Im Gottesdienst erneuern sie ihre Bereitschaftserklärung zum Dienst des Priesters und des Diakons. Die musikalische Gestaltung der Gottesdienstfeier übernimmt Domorganist Martin Bernreuther, er spielt Sätze aus einer Sonate von Josef Gabriel Rheinberger.

In der Chrisam-Messe werden die heiligen Öle – Chrisam, Katechumenenöl, Krankenöl – geweiht, die während des Jahres in den Kirchen des Bistums verwendet werden. Chrisam wird bei Taufe, Firmung und Priesterweihe verwendet. Auch einem neugeweihten Bischof wird das Haupt gesalbt. Außerdem benutzt man Chrisam bei der Weihe eines Altars oder der Segnung von Glocken. Das Krankenöl wird für die Krankensalbung benötigt, das Katechumenenöl für die Salbung der Taufbewerber und des Täuflings vor der Taufe.

Laut dem Weihegebet erhalten alle, die mit Chrisam gesalbt werden, ein Anrecht auf das ewige Leben und Anteil an der himmlischen Herrlichkeit. Das Chrisam-Öl wird mit Duftstoffen vermengt. Traditionell wird der fein riechende Saft der Balsam-Staude beigemischt. Im Wohlgeruch soll sich die Zuwendung Gottes zu den Menschen ausdrücken.

Im Bistum Eichstätt wird Olivenöl der letztjährigen Ernte aus dem Heiligen Land geweiht. Im fünften Jahr wird dieses Öl, das in Taybeh (das biblische Ephraim) in den palästinensischen Autonomiegebieten produziert wird, von der Komtur St. Willibald Eichstätt des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem gespendet.

Der Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem ist ein Päpstlicher Laienorden, der sich, als moderne Vereinigung in der Tradition der historischen Grabesritter, der Unterstützung der Christen im Heiligen Land widmet. Die Komturei St. Willibald, Eichstätt, die unter anderem ein Altenheim in Taybeh unterstützt, hat 36 Mitglieder, fünf davon sind Frauen.

Domsanierung

Von April 2019 bis Oktober 2024 wurde der Eichstätter Dom umfassend saniert. Nähere Informationen.