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27.10.2022

Allerheiligen und Allerseelen: Besuch an den Gräbern der Verstorbenen

Friedhofsbild

Im Zentrum von Allerheiligen und Allerseelen steht für die Katholikinnen und Katholiken der Besuch der Gräber der Verstorbenen. Foto: Norbert Staudt/pde

Eichstätt. (pde) – Am 1. November feiert die katholische Kirche das Fest Allerheiligen, am 2. November schließt sich Allerseelen an. Insbesondere am Nachmittag des Allerheiligentages, oft aber auch an Allerseelen, finden in vielen Pfarrgemeinden Friedhofsgänge oder Totengedenkfeiern statt. In diesen solle „nicht nur die Trauer, sondern vielmehr das österliche Heilsgeheimnis der Auferstehung zum Ausdruck kommen“, empfiehlt die Diözese Eichstätt in ihrem liturgischen Kalender.

Die Feste Allerheiligen und Allerseelen sind eng miteinander verbunden. Bereits der Apostel Paulus adressiert seine Briefe „an alle Heiligen“: Angesprochen sind die Gläubigen in den von ihm gegründeten Gemeinden. Die Heiligung selbst ist nach katholischem Verständnis ein von Gott kommendes Geschenk, welches durch die Taufe vermittelt wird und über den Tod hinaus wirkt. Diese enge Beziehung zu Gott wird nach dem irdischen Tod des Gläubigen in eine neue Dimension verwandelt. Die lebenden und die verstorbenen Gläubigen bilden in ihrer Gesamtheit eine enge Gemeinschaft, die am Allerheiligenfest gefeiert wird. Deshalb gehört für Katholikinnen und Katholiken der Besuch der Gräber an diesem Tag wesentlich zu diesem Gedenken dazu. Allerdings kennt die katholische Kirche auch den Zustand einer gestörten Beziehung zu Gott. Wenn diese Heiligkeit unvollkommen ist, bedarf die Seele des Verstorbenen der Läuterung. Am Allerseelentag betet die Kirche deshalb für alle Verstorbenen, insbesondere jedoch für jene, die dieser Läuterung besonders bedürfen.

Die Gottesdienstzeiten und Termine der Friedhofsgänge in den Pfarreien des Bistums Eichstätt sind häufig auf den Internetseiten der jeweiligen Pfarreien nachzulesen. Für folgende Dekanate gibt es Übersichtsseiten mit den aus den Pfarreien gemeldeten Gottesdiensten:

Dekanat Eichstätt: www.dekanat-eichstaett.de/allerheiligenallerseelen
Dekanat Ingolstadt: www.katholisches-dekanat-ingolstadt.de/allerheiligenallerseelen
Dekanat Nürnberg-Süd: www.dekanat-nuernberg-sued.de/allerheiligenallerseelen
Dekanat Herrieden: www.dekanat-herrieden.de/allerheiligenallerseelen

Der Friedhofsgang der Eichstätter Pfarreien mit Totengedenken und Gräbersegnung auf dem Eichstätter Friedhof findet an Allerheiligen, 1. November, statt. Um 14.30 Uhr beginnt der Wortgottesdienst direkt am Friedhof. Das Kapitelsamt um 9.30 Uhr in der Eichstätter Schutzengelkirche gestaltet die Schola Gregoriana am Eichstätter Dom unter der Leitung von Domkapellmeister Manfred Faig. Domorganist Martin Bernreuther spielt zum Auszug an der Orgel „Placare Christe servullis“ von Marcel Dupré.

Am Allerseelentag, 2. November, findet um 19 Uhr ein Requiem in der Eichstätter Schutzengelkirche für die Verstorbenen der Dompfarrei sowie für verstorbenen Bischöfe und Mitglieder des Domkapitels statt. Die musikalische Gestaltung übernimmt der Eichstätter Domchor unter der Leitung von Domkapellmeister Manfred Faig. An der Orgel: Domorganist Martin Bernreuther. Zu hören ist unter anderem die „Missa sine nomine“ von Lodovico Grossi da Viadana und „Ich weiß, dass mein Erlöser lebt“ von Johann Sebastian Bach.

 

Gottesdienste im Dom

Wegen der Domsanierung finden voraussichtlich bis Ostern 2024 keine Gottesdienste im Dom statt. Weitere Infos.

Alle Gottesdienste werden bis auf weiteres in der Schutzengelkirche am Leonrodplatz gefeiert. 

Domsanierung

Seit April 2019 laufen umfassende Sanierungsmaßnahmen im Eichstätter Dom. Nähere Informationen.