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26.01.2018

Lichtmessfeier mit Kerzenweihe am 2. Februar im Eichstätter Dom – Tag des gottgeweihten Lebens

Bei der Lichtmessfeier werden Kerzen gesegnet. Pde-Foto: Anika Taiber-Groh

Bei der Lichtmessfeier werden Kerzen gesegnet. Pde-Foto: Anika Taiber-Groh

Eichstätt. (pde) – Ein Pontifikalamt zum Fest „Darstellung des Herrn“ – dem Lichtmesstag – zelebriert am Freitag, 2. Februar, um 19 Uhr Bischof Gregor Maria Hanke im Eichstätter Dom. Dabei werden nach altem Brauch die Kerzen geweiht, die im Lauf des Jahres bei den Gottesdiensten, aber auch zu Hause verwendet werden.

Musikalisch gestaltet wird die Lichtmessfeier vom Eichstätter Domchor unter der Leitung von Domkapellmeister Christian Heiß. Er singt unter anderem die „Missa brevis“ von Andrea Gabrieli, „Lord, now lettest thou (Nunc dimittis)“ von Charles Villiers Stanford, „Maria wallt zum Heiligtum“ von Johannes Eccard und „Volk Gottes, zünde Lichter an“ von Christian Heiß. Domorganist Martin Bernreuther spielt an der Orgel.

Das Fest am 40. Tag nach Jesu Geburt wurde in Jerusalem mindestens seit Anfang des 5. Jahrhunderts gefeiert. Im Rom wurde es um 650 eingeführt. Die Liturgie bezieht sich auf das Tagesevangelium (Lk 2,22-40). Dort heißt es, dass Jesus 40 Tage nach seiner Geburt in den Tempel gebracht und dort vom greisen Simeon als „ein Licht, das die Heiden erleuchtet und Herrlichkeit für sein Volk Israel“ gepriesen wurde. Im Osten wurde es als „Fest der Begegnung des Herrn“ verstanden: Der Messias kommt in seinen Tempel und begegnet dem Gottesvolk des Alten Bundes, vertreten durch Simeon und Hanna. Im Westen wurde es mehr ein Marienfest. Kerzenweihe und Lichterprozession kamen erst später hinzu. Daher stammt der volkstümliche Name Lichtmess. Seit der Liturgiereform von 1960 wird „Mariä Lichtmess“ auch in der römisch-katholischen Kirche wieder als Fest der „Darstellung des Herrn“ gefeiert.

Der Lichtmesstag wird in der katholischen Kirche zugleich als Tag des gottgeweihten Lebens begangen. Im Mittelpunkt stehen dabei die Frauen und Männer, die ihr Leben in besonderer Weise Gott geweiht haben, also Angehörige von Orden und geistlichen Gemeinschaften. Unter dem Motto „Seht, ich sende meinen Boten“ finden in den Dekanaten des Bistums Eichstätt Gottesdienste und Veranstaltungen rund um das Thema geistliche Berufung statt.

Gottesdienste im Dom

Wegen der Domsanierung finden bis voraussichtlich Mitte 2022 keine Gottesdienste im Dom statt. Weitere Infos.

Alle Gottesdienste werden bis auf weiteres in der Schutzengelkirche am Leonrodplatz gefeiert. 

Domsanierung

Seit April 2019 laufen umfassende Sanierungsmaßnahmen im Eichstätter Dom. Nähere Informationen.